Nachrichten

Nachrichten

 "Wenn es nichts zu lachen gibt, kommen Satiriker auf die Welt." - 100 Jahren Lec

"Wenn es nichts zu lachen gibt, kommen Satiriker auf die Welt." - 100 Jahren Lec

06.03.2009 13:55:00

"Wenn es nichts zu lachen gibt, kommen Satiriker auf die Welt.“

Lec stammt aus einer großbürgerlichen Familie, die in Czortków in Galizien ansässig gewesen war. Sein Vater, Benno Letz de Tusch, war Bankdirektor. Die Mutter Adele, Tochter von Jan de Safrin, soll von sephardischen Juden abstammen. Die Schreibweise Letz entspricht den k.u.k. Urkunden. Als die russische Armee 1914 Ostgalizien eroberte, floh die Familie nach Wien.

1927 bis 1933 studierte Lec in Lemberg Polonistik und Jura, mit einem Abschluss als „Magister juris“. Anschließend ging er nach Warschau, wo er als Lyriker und auch als Satiriker für verschiedene Blätter schrieb (Szpilki, Sygnały, Lewar, Lewy Tor, Skamander und Czarno na Białem), die zu einem Teil der linken intellektuellen Szene zuzuordnen sind. Sein erster Gedichtband Farben erschien 1933; 1935 folgte Zoo. Mit den 1936 in Warschau erschienenen Pathetischen Satiren fand er seinen Stil.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging Lec wieder nach Lemberg. Dort arbeitete er für die sowjetische Propaganda. Hier wurde er nach dem Einmarsch deutscher Truppen 1941 verhaftet und in das Konzentrationslager Tarnopol gebracht, wo er 1943 befreit wurde. In der Folgezeit schloss er sich den polnischen Partisanen an. Nach der Befreiung arbeitete Marcel Reich-Ranicki unter dem 35jährigen Lec in einer Propaganda- und Übersetzungseinheit der polnischen Armee [2]. Er war Mitglied der kommunistischen Partei PPR und des kommunistischen Widerstands GL/AL.

1945 wirkte Lec bei der Neugründung der satirischen Zeitschrift Szpilki mit und gab 1946 Gedichte in dem Band Feldnotizbuch heraus. Im selben Jahr veröffentlichte er den Satireband Spaziergang eines Zynikers.

1949 bis 1950 lebte er als Presseattaché in Wien. Seiner Abberufung kam er durch eine Übersiedlung nach Israel zuvor, kehrte jedoch 1952 nach Warschau zurück. 1948 veröffentlichte er Das Leben ist ein Scherzgedicht, 1950 Neue Gedichte, die bereits 1949 teilweise in Wien unter dem Titel Über Brücken schreitend auf deutsch erschienen waren. Die Gedichte aus seiner Zeit in Israel erschienen 1956 in der Jerusalemer Handschrift. Mit den polnischen Ereignissen im Oktober 1956, die zu einer Liberalisierung der stalinistischen Politik Polens führten, begann seine Karriere als polnischer Aphoristiker.

Lec starb am 7. Mai 1966 in Warschau. Er erhielt ein Staatsbegräbnis mit militärischen Ehren und wurde auf dem Militärfriedhof Powązki in Warschau beigesetzt.

Inspiriert wurde Lec auch vor allem durch seine Übersetzungen von Gedichten von Goethe, Grillparzer, Lessing, Morgenstern und vor allem von Heine, aber auch Kraus und Ringelnatz. Neben den Unfrisierten Gedanken (1959) veröffentlichte er Aus tausendundeinem Scherzgedicht (1959), Ich spotte und fragte nach dem Weg (1959), An Abel und Kain (1961), Steckbrief (1963), Gedichte auf dem Sprung (1964). 1964 erschienen auch die Neuen unfrisierten Gedanken und 1966 Epigrammlese.

In den 1970er Jahren, der Zeit der beginnenden freundlicheren Ostpolitik, wurden regelmäßig in der ZEIT eine Handvoll Aphorismen des – damals schon verstorbenen – polnischen Autors Stanisław Jerzy Lec veröffentlicht. Lecs Aphorismen warfen ein eigentümliches Licht auf einen stalinistisch geprägten polnischen Staat, von Polizisten beherrscht und mit dem seltsamen, beklemmenden Anspruch, das Denken kontrollieren zu wollen.

Die Übersetzung von Karl Dedecius wirkt sehr präzise. Jede Sentenz enthält eine knapp erzählte Geschichte. Man fühlt das Umfeld und ahnt die Hintergründe. Manchmal gibt es anfangs ein kleines Lächeln beim Lesen, das jedoch häufig einer Beklemmung weicht.

„Wenn ich ein zweites Mal geboren werde, lass ich mich gleich unter einem falschen Namen eintragen.“

Wikipedia

St. IVAN RILSKI (bekannt auch als St Johannes von Rila)
St. Ivan Rilski lebte in verschiedenen Stätten bis er sich in dem wunderschönen Rila-Gebirge einsiedelte. Als immer mehr Schüler sich ihm anschlossen, gründete er das Kloster Rila, das er leitete und das schnell aufblühte.Johannes legte Wert darauf, dass zum Mönchsleben auch körperliche Arbeit gehört. Er machte viele Wunder und ist heute für Patronheiliger von Bulgarien erklärt.
SVETA BOGORODITSA / GOLJAMA BOGORODITSA (Mariä Himmelfahrt)
Die Orthodoxe Kirche nennt diesen Tag "Dormition", "Entschlafung" MariensAn Mariä Himmelfahrt feiern alle, die Maria, Mariana, Mara, Martscho, Mario heißen, ihren Namenstag.Mariä Himmelfahrt ist eines der größten Feste im bulgarischen Festkalender. An diesem Tag durfte man früher keine Arbeit verrichten. Die Kranken verbrachten die Nacht auf Mariä Himmelfahrt unter freiem Himmel, an heilenden Stätten. Am frühen Morgen brachte man die ersten Früchte des Jahres – Wassermelonen, Weintrauben und Honig – in die Kirche, um geweiht zu werden. „Vor Mariä Himmelfahrt wird der Stroh zu Getreide, nach Mariä Himmelfahrt wird das Getreide zu Stroh“, besagt ein altes bulgarisches Sprichwort.Früher war das eine feste Regel – bis Mariä Himmelfahrt musste der Drusch abgeschlossen sein. Nach alter Tradition brachte man das Getreide vor Mariä Himmelfahrt nach Hause, wo die Drescharbeit begann. Die Tochter in der Familie saß im Fuhrwagen vom Feld bis ins Dorf und die Hausherrin begrüßte die Arbeiter mit frischem Wasser. An Mariä Himmelfahrt musste man die Ritualbrote vom Mehl der neuen Ernte zubereiten. Man glaubte früher, wenn es an Mariä Himmelfahrt regnet, dann wird die Ernte im nächsten Jahr noch besser sein. Es musste auch ein Lamm geschlachtet werden, das zuvor vom Priester geweiht wurde.Da am Mariä Himmelfahrt die zweiwöchige Fastenzeit abgeschlossen worden ist, schenkte man den Nachbarn Fleisch und Ritualbrote und sprach dabei: „Die Heilige Mutter Gottes soll euch in Not helfen!“In manchen Regionen Bulgariens ehrte man an diesem Tag auch die Stiere, die mit grünen Pflanzen und Blumen geschmückt wurden. Es gab auch ein alter Aberglaube, an Mariä Himmelfahrt keine roten Gegenstände zu berühren. Sonst glaubte man, dass die Tiere im Stall Blut spucken werden.
VERKLÄRUNG JESU
VERKLÄRUNG JESU
06.08.2018 07:43:00
Die Orthodoxe Kirche feiert am 6. August die Verklärung Jesu. Nach der Legende festigte Jesus Christ den Glauben seiner Jüngster in seiner Göttlichkeit, indem er sich auf einem hohen Berg vor den Augen von Petrus, Jacobus und Johannes verwandelte.„ Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie Licht". Jesus und den ihn begleitenden Petrus, Jakobus und Johannes erschienen Mose und Elia, aus den Wolken sprach eine Stimme: "Siehe, das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe".Obwohl das Fest der Verklärung in die Fastenzeit vor Mariä Himmelfahrt fiel, durfte man an diesem Tag Fisch essen. Am Fest der Erscheinung Christi durfte man früher zum ersten Mal Weintrauben pflücken und essen. Zuvor mussten die Trauben vom Priester geweiht werden, damit es auch im nächsten Jahr Trauben gibt.
MAKAWEJ - Tage - 1.-12. August
MAKAWEJ - Tage - 1.-12. August
01.08.2018 09:00:00
Die 12 Makawej-Tage hatten mit der Wettervorhersage zu tun. Der erste Tag stand für September, der zweite – für Oktober, der dritte – für November usw. Wie das Wetter am jeweiligen Tag war, so sollte es im entsprechenden Monat sein.Am ersten dieser Tage, genannt Egus, feierten die Frauen. An diesem Tag versammelte der Schwiegervater seine Schwiegersöhne, um gemeinsam zu feiern. Zum Abschluss der Feier gingen die Schwiegersöhne durch das ganze Haus und durch den Garten, um allen Ecken des Hauses Fruchtbarkeit zu spenden. Man glaubte, dass jedem, der an diesem Tag arbeitet, das Haus abbrennen wird.               
ST. PANTELEIMON, der Nothelfer ( Pantaleonstag )
Namenstag von allen mit den Namen Pantelej, Dobra, Dobrin, Dobrina.Im Volksmund bezeichnete man den Hl. Pantaleimon als Pantaleon, den Reisende. Die Bezeichnung des Tages ist aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet hilfsbereit. Am Tag des Hl. Pantaleimon betete man, dass es keine Überflutungen gibt. Am Tag des Hl. Pantaleimon feierten auch alle Heiler und Kräuterfrauen, weil der Heilige alle Krankheiten kurieren konnte.Legenden der Bulgaren, die am Asowschen Meer angesiedelt sind, erzählen über den alten Glauben, dass sich die Störche am Tag des Hl. Pantaleimon auf den Weg machten, um den Schnee zu holen.Pantaleimon war Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter. Schon als Kind erkannte er seine Heilkräfte, er wurde in der Arzneikunst ausgebildet und von einem weisen Priester namens Hermolaus bekehrt und getauft. Als er im Beisein seines Vaters durch Anrufung Christi einen Blinden sehend machte, bekehrte sich auch der Vater.Kaiser Maximian wählte sich den Könner als Leibarzt. Als Pantaleimon seine Frau erzählte, dass er Christ sei und versuchte, auch sie zu bekehren, wurde das Gespräch belauscht, und Pantaleimon beim Kaiser denunziert. Der soll daraufhin abgedankt und sich freiwillig in die Verbannung begeben haben.Der Nachfolger ließ Pantaleimon verhaften und anklagen, aber seine Standhaftigkeit konnte auch durch Geißelung, Hunger und andere Martern nicht erschüttert werden; schließlich spaltete ein Schwertschlag, der ihn enthaupten sollte, dem an einen Ölbaum gebundenen Pantaleimon das Haupt. Aus seiner Wunde sei danach kein Blut, sondern Milch geflossen.
Kanu-Weltmeisterschaften in Plowdiw eröffnet
Von Donnerstag bis Sonntag dieser Woche ist Plowdiw Gastgeber der Kanu-Weltmeisterschaften für Junioren, Männer und Frauen bis 23 Jahre.
St. Anna –Sommerfesttag ( St. Anna –Sommerfesttag (Tag der Entschlafung)
Namenstag von allen mit den Namen Anna, Jana, Enko.Das ist der zweite Tag, an dem man die Heilige Anna verehrt (Dezember, 9. - ANINDEN (St. Anna’s Tag – Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter).
Hills of Rock 2018 festival adds 14 new names to its lineup
Hills of Rock is getting bigger! 14 new names have been announced to the second edition of the Plovdiv festival.
Heute ist ILINDEN (Eliastag)
Heute ist ILINDEN (Eliastag)
20.07.2018 09:00:00
An diesem Tag feiern alle, die den Namen des Hl. Elias tragen (auf Bulgarisch: Ilija ) ihren Namenstag: Ilija, Iliana, Ilian, Ilko, Ilka. Das Fest Eliastag steht im Zusammenhang mit dem slawischen Gott des Donners und der Gewitter Perun. Es war früher Brauch, am Eliastag den ältesten Hahn zu schlachten. Dadurch wurden die Hühner im Stall jünger. Den Hahn verstand man als Symbol der Manneskraft und deshalb galten die Bräuche am Eliastag den Junggesellen.Auf dem Dorfplatz versammelten sich die Junggesellen. Derjenige von ihnen, der glaubte, er sei reif genug, um eine Familie zu gründen, bekam vom ältesten Junggesellen einen roten Gürtel geschenkt. Der Gurt wurde von der Mutter oder der Schwester des heiratswilligen Burschen gewebt. Während der älteste Junggeselle den neuen Gürtel schnallte, segnete er den Burschen mit den Worten: „So, wie ich dir den Gürtel anbinde, so sollst du auch eine Braut an dich binden!“ Dann tanzten die Junggesellen einen speziellen Reigentanz und der heiratsfähige Bursche galt als reif genug, um eine eigene Familie zu gründen. Das Fest ging an einer gemeinsamen Festtafel weiter. Am Eliastag haben auch alle Handwerker, die Leder verarbeiten, ihren Festtag. Elia war der größte Prophet im Nordreich Israel. Sein Anliegen war die ausschließliche Verehrung Jahwes. Er wirkte in der Zeit heftiger Auseinandersetzungen zwischen dem alten Baals-Kult und dem Glauben an Jahwe, den Gott Israels.