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 120 Jahre seit dem Tod von Sachari Stojanow

120 Jahre seit dem Tod von Sachari Stojanow

02.09.2009 11:48:54

Leben
Sachari Stojanow wurde in die Familie des Schafzüchters Stojan Dalaktschiew 1850 in Medwen geboren. Medwen war zu diesem Zeitpunkt, gemeinsam mit Kotel, Lowetsch und anderen Städten, eines der Zentren der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt. Ab 1856 besuche Stojanow in seiner Heimatstadt Medwen zuerst die Kirchenschule und zwischen 1860-1862 die gemischte Klassenschule. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er mit seinem Vater als Hirte, zuerst in Indgekoj und später zwischen 1866 und 1870 in Podwis. Sein starker Wunsch, eine gute Ausbildung zu bekommen, führte ihn zunächst nach Warna an der Schwarzmeerküste und später nach Russe, wo er während seiner Schneiderlehre als Autodidakt versuchte, sich noch so gut wie nur möglich weiterzubilden. In Russe schloss er sich 1872 dem von anderen jungen Bulgaren (Angel Kantschew, Nikola Obretenow und andere) gegründeten „Revolutionären Komitee von Russe“ an, das sich an den zahlreichen bulgarischen Bemühungen beteiligte, aus eigener Kraft die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich zu erreichen. 1873 arbeitete er für kurze Zeit am Bahnhof Tarnowo-Sejmen (heute Simeonowgrad) als Beamter bei der Bahn, wo er auch Todor Kableschkow - einen weiteren Revolutionskämpfer - kennenlernte.

Sachari Stojanow nahm 1875 am Stara Sagora Aufstand und im Jahr darauf als einer der „Apostolaten“ (aus dem bulg.: Organisator, Leiter) des „Vierten Revolutionären Komitees von Plowdiw“ am Aprilaufstand teil, der wie alle anderen auch von den türkischen Machthabern niedergeschlagen wurde. Später wurde er durch sein autobiographisches Werk „Chronik der bulgarische Aufstände 1875/1876. Geschichte von Augenzeugen“ deren erster Chronist. Als einer der wenigen Augenzeugen, die die Gräueltaten der Türken während der bulgarischen Aufstände von 1875 und 1876 überlebten, wurde er zuerst in Plowdiw ins Gefängnis geworfen und wenig später in seiner Heimatstadt Medwen unter Hausarrest gestellt. Während des Russisch-Osmanischen Krieges flüchtete er 1877 in das von den Russen befreite Weliko Tarnowo und beteiligte sich als Freiwilliger an den Kampfhandlungen.

Nach der Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch im Jahre 1878 wurde Sachari 1880 zunächst Mitglied des Bezirksgerichtes von Weliko Tarnowo, 1881 dann Sekretär des Amtsgerichtes und leitender Staatsanwalt des Bezirksgerichtes von Russe. Durch seine Nähe zu den liberalen Parteien in Bulgarien wird er Mitarbeiter der liberalen Zeitung „Unabhängigkeit“ (bulg. Независимост), Redakteur der Zeitung „Kampf“ (bulg. Борба) und Gründer und Herausgeber der Zeitung „Freiheit“ (bulg. Свобода). Zwischen 1882 und 1885 war er als Beamter in der Justizverwaltung von Ostrumelien tätig.

Unabhängigkeit und Vereinigung Bulgariens

In Ostrumelien angekommen, gründete Stojanow 1885 in Plowdiw mit Kosta Panica, Iwan Andonow, Todor Gatew und Iwan Stojanowitsch mit dem Ziel der gleichzeitigen Befreiung von Mazedonien und Ostrumelien und des Zusammenschlusses aller bulgarischen Gebieten und nach dem Vorbild der Inneren Revolutionären Organisation das Bulgarische Geheime Zentrale Revolutionäre Komitee - BGZRK (bulg. „Български таен централен революционен комитет“ - БТЦРК). Als langfristiges Ziel wurde die Bildung einer Konföderation aller Balkanstaaten verfolgt. Die Vorbereitungen für einen Aufstand wurden auch von benachbarten Fürstentum Bulgarien unterstützt. In Bulgarien bildete sich unter Fürst Alexander von Battenberg eine starke nationale Bewegung, die für die Ausdehnung des Staatsgebietes auf alle von Bulgaren bewohnten Landstriche auf dem Balkan arbeitete und bei der Bevölkerung von Mazedonien und Ostrumelien Unterstützung für einen Aufstand gegen der osmanischen Zentralmacht suchte.

Am 5. Septemberjul./ 17. September 1885greg. wurde Gawril Krastewitsch (Gawril Pascha) durch einen von der BGZRK organisierte und von der Bevölkerung mitgetragenen Putsch der Milizoffiziere gestürzt. Ein neues Kabinett proklamierte den sofortigen Zusammenschluss der autonomen osmanischen Provinz mit dem Fürstentum Bulgarien. Dessen Herrscher reiste nach einer telegrafischen Nachricht sofort nach Plowdiw. Schon am 8. Septemberjul./ 20. September 1885greg. reiste Alexander von Battenberg nach Philippopolis, um die fürstliche Souveränität über Ostrumelien zum Ausdruck zu bringen.

Als Reaktion auf den Zusammenschluss mit dem Fürstentum Bulgarien stellte das Russische Reich die militärische Zusammenarbeit ein. Ein Überschwappen der Ereignisse auf Makedonien wollte auch Österreich-Ungarn verhindern. Unter dem Druck von Österreich-Ungarn kam es am 1. Novemberjul./ 13. November 1885greg. überraschend zum Serbisch-Bulgarischen Krieg. Der serbische Überfall löste eine große Welle der Empörung in Bulgarien aus und führte zu einer weiteren Abkühlung der Beziehungen zu Russland. Ohne russische Militärberater und ohne jegliche Unterstützung einer Großmacht musste sich Bulgarien dem besser ausgerüsteten serbischen Heer stellen. Der Krieg trägt daher auch den Beinamen „Krieg der (bulgarischen) Unteroffiziere gegen die (serbischen) Generäle“.

Nicht nur die junge Bulgarische Armee kämpfte gegen die serbische Aggressoren, sondern auch eine Vielzahl von organisierten Freiheitskämpfern (wie die der BGZRK) und Freiwilligen ohne jegliche Kriegserfahrung. In der Schlacht bei Sliwnitza vom 17. bis zum 19. November wurde die Serbische Armee besiegt und die Bulgaren marschierten daraufhin in Serbien ein. Erst die Intervention Österreich-Ungarns zugunsten seines Verbündeten beendete den bulgarischen Vormarsch. Aus dem Krieg ging Bulgarien als Sieger hervor. Durch dem Topchane-Vertrag von 12. Märzjul./ 24. März 1886greg. wurde die Vereinigung des Fürstentums Bulgarien mit Ostrumelien vom Herbst 1885 international anerkannt.

Durch seine politische Erfahrung und seine Stellung innerhalb des BGZRKs, dessen geistiger Führer und Vorsitzender er war, trug Sachari Stojanow maßgeblich zu der Organisation, Durchführung und Verteidigung der Vereinigung von Ostrumelien mit dem Königreich Bulgarien bei. Nach der Vereinigung Bulgariens wohnte Sachari ab 1886 in Sofia, wo er für die Volksliberale Partei politisch aktiv wurde. Seine große Popularität führte 1886 zu seiner Wahl zum Abgeordneten für die Liste der „Volksliberalen Partei“ im fünften „Narodno Săbranie“ (Parlament). 1888 wurde er zum Parlamentsvorsitzenden gewählt. Sachari Stojanow starb am 2. September 1889 in Paris.

Sein weniger als vier Jahrzehnte währendes Leben ist durch eine große Dynamik gekennzeichnet. Er wuchs von einen armen ungebildeten Schäfersohn zunächst zu einem der Revolutionsapostel der Aufstände von 1885 und 1886, bis er schließlich zu einem der führenden Politiker der „Volksliberalen Partei“ und einer der großen Staatsmänner Bulgariens wurde. Sein Grab befindet sich heute in dem „Pantheon der Unsterblichen“ in Russe.

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Festtag des Rila-Klosters
Festtag des Rila-Klosters
19.10.2018 09:00:00
Am 19.Oktober feiert die bulgarische Kirche die Endeckung der heiligen Reliquen von St.Joan von Rila und deren Befцrderung nach Sofia. Als die Hungaren 1183 Sofia eroberten, verlegten sie die heiligen Reste von Joan von Rila in ihre Hauptstadt Estergon.Spдter wurden die sterblichen Reste wieder nach Sofia gebracht. Im Jahre 1195 verlegte der bulgarische Zar Assen I. sie nach Veliko Tarnovo. 1497 wurden die Reliquen ins Rila-Kloster zurьckverlegt, wo sie auch heute  behalten und verehrt werden. Deshalb ist der 19.Oktober Feiertag vom Rila-Kloster. 
18.Oktober -  St.Lukastag
18.Oktober - St.Lukastag
18.10.2018 08:00:00
Der Heilige Apostel und Evangelist St.Luka, der das Evangelium ьber das Leben und Werk von Jesus Christi schrieb, war auch als wunderbarer Heiler und begabter Maler bekannt. Er ist in der Stadt Antioche, Syrien, geboren. Nach seinem Treffen mit St.Paul beschloss er, sein Leben zum Gottesdienst zu widmen.Luka hatte den Ruhm eines berьhmten Heilers und Doktors. Er war der erste christliche Arzt. AuЯerdem ist er, allgemein anerkannt,der erste christliche Ikonenmaler.Die alten Kirchenschriftsteller berichten, dass er als erster das Antlitz der Heiligen Mutter Gottes malte. Er wird fьr Beschьtzer aller Maler gehalten, deshalb wird der 18.Oktober als ihr professioneller Feiertag begangen.Der St.Luka - und St.Zlata-Tag ist Namenstag fьr alle, die den Namen Luka, Zlatka, Zlatko, Zlatimir, Zlatimira tragen. 
24. Ausgabe von MEDICUS, DENTO, GALENIA
Aussteller sind 100 Firmen aus Bulgarien, Deutschland, Israel, Italien, China und den USA.
Heute ist PETKOVDEN (Hl.Petka Festtag)
Namenstag von allen, die den Namen der Heiligen tragen - Paraskeva, Petko, Petjo, Petka, Petkana, Penka, Pentscho.Eine der meistgeliebten Heiligen in Bulgarien ist St. Paraskeva (genannt Petka). Der alten bulgarischen Mythologie nach war die Hl. Petka Tante des Hl. Demetrius. Am Tag der Hl. Petka durfte man nicht weben und nicht stricken.  An diesem Tag durfte man außerdem die Kinder nicht baden. Derjenige, der am Freitag vor dem Tag der Hl. Petka nicht gefastet hat, sollte ertrinken.Paraskeva war die Tochter wohlhabender Christen. Ihr Name ist abgeleitet vom Freitag, dem Rüsttag für das Wochenende, er deutet auf den Tag der Passion Christi. Nach den Legenden der Ostkirche wurde sie freitags getauft und erhielt in Erinnerung an beide Ereignisse ihren Namen; nach denen der westlichen Kirche wurde sie an einem Freitag geboren. Paraskeva wurde als Predigerin berühmt. Vor Gericht in den Verfolgungen unter Diokletian nach dem Namen gefragt, antwortete sie, ihr Name sei "Christus", worauf sie in Iconium gemartert wurde.
Welttag des Lächelns am 5. Oktober
Der gelbe Kreis mit zwei ovalen Augen und einem lächelnden Mund wurde im Dezember 1963 vom Werbegrafiker Harvey Ball erfunden.
POKROV BOGORODITSCHEN ( Heiliger Schutz der Mutter Gottes )
Pokrov, populär  in Bulgarien als Festtag HEILIGER SCHUTZ DER MUTTER GOTTES, ist der slawische Begriff für “ Schleier “ oder “ Umhang”, mit der Bedeutung “Schutz”. Dieser Festtag wird heute vorwiegend von der Ostslawischen Kirche – katholisch und orthodox – verehrt.Die Geschichte des Festtages geht auf die folgende Legende zurück: Die Hauptstadt von Byzanz wurde von fremden Invasoren angegriffen. Die Menschen waren in der Kirche Blachernae versammelt, wo als weltvolle Reliquie ein Schleier von Jungfrau Maria, der Heiligen Mutter Gottes aufbewahrt wurde. Die Menschen beteten die ganze Nacht und in ihrer Angst riefen sie die Heilige Jungfrau Maria zur Hilfe herbei. Der Heilige Andrej und sein Heiliger Junger Epiphanius sahen die Vision der Heiligen Mutter Gottes, wie sie durch den Haupteingang in die Kirche reinkam, zum Altar ging, wo sie in die Knien fiel und betete. Dann nahm sie ihren Schleier (“Pokrov”) herunter und breitete ihn über die Menschen aus, als wolle sie die schützen. Danach verschwand sie. St.Andrej und St. Epiphanius sahen darin ein Gotteszeichen.Bald danach zogen sich die feindlichen Invasoren zurück. Die Stadt wurde gerettet. Seitdem wird dieses Ereignis jedes Jahr am 1.Oktober zelebriert und ist in der slawischen Kirche als “ Pokrov Presvjatoji Bogorodjizi” ( bedeutet “Heiliger Schutz der Mutter Gottes”) bekannt.
Plovdiver Herbstmesse eröffnet
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24.09.2018 09:00:00
An der Plovdiver Herbstmesse nehmen über 550 Firmen aus 35 Staaten teil
22.September - Tag der Unabhängigkeit
Am 22.September 1908 erklärte der bulgarische Fürst Ferdinand in der alten Hauptstadt Bulgariens die Unabhängigkeit Bulgariens vom Osmanischen Reich. Dieser Staatsakt stelle den natürlichen Abschluss des über Jahrhunderte gedauerte Freiheitskampfes dar.Das Osmanische Reich und die Großen Mächte erkannten offiziell die Unabhängigkeit von Bulgarien an.Am 10.September 1998 erklärte das Parlament diesen Tag zum offiziellen Nationalfeiertag.
Neues Schuljahr beginnt !
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17.09.2018 09:00:00
Neues Schuljahr beginnt – 64.000 Erstklässler
WYARA, NADESCHDA und LJUBOV (Glaube, Hoffnung und Liebe) und ihre Mutter SOPHIA
Namenstag von allen mit den Namen Wjara, Vera, Veronika, Nadeschda, Nadja, Ljuben, Ljubomir, Ljuba, Sophia, Sofka, Sevda.