Nachrichten

Nachrichten

15 Meter hoher Weihnachtsbaum wird die Einwohner von Plovdiv erfreuen

15 Meter hoher Weihnachtsbaum wird die Einwohner von Plovdiv erfreuen

28.11.2006 13:51:41

Der Weihnachtsbaum wird heute Nachmittag aus der Region von Bjala Tscherkva kommen. Wie es schon eine Tradition geworden ist, wird der Oberbürgermeister  von Plovdiv selbst die Lichter des Weihnachtsbaumes am Vorabend auf Nikolaustag entzünden. Das Fest wird um 18.00 Uhr am 5. Dezember gleich nach der Einschaltung der Beleuchtung mit einem Reigentanz und dem Gesang des Chors der Plovdiver Jungen eröffnet werden.

*****

Die Entwicklung des Christbaumes hat keinen eindeutigen Anfang, sondern setzt sich aus Bräuchen verschiedener Kulturen zusammen. In immergrünen Pflanzen steckt Lebenskraft und darum glaubte man, Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man sein Zuhause mit Grünem schmückte. Bereits die Römer bekränzten zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Einen Baum zur Wintersonnenwende zu schmücken, ehrte auch im Mithras-Kult den Sonnengott. Auch in nördlichen Gegenden wurden im Winter schon früh Tannenzweige ins Haus gehängt, um bösen Geistern das Eindringen und Einnisten zu erschweren und das Grün gab Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings.

Schon im Mittelalter bestand vielerorts der Brauch, zu bestimmten öffentlichen Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken, wie zum Beispiel der Maibaum oder Richtbaum. Zu Weihnachten wurden in der Kirche Paradies-Spiele aufgeführt, zu denen ein Paradiesbaum, der durchaus auch ein Laubbaum sein konnte, mit Äpfeln behängt wurde. Der Apfel diente dabei als Zeichen der verbotenen Frucht und erinnerte an den Sündenfall und an die Befreiung des Menschen von der Erbsünde durch Jesus Christus. Noch bis ins 19. Jahrhundert schmückte man in Norddeutschland seinen Christbaum mit Adam und Eva, inklusive der Schlange, aus Holz oder gebacken.

Die erste Erwähnung eines Christbaumes stammt aus dem Jahre 1419. Die Freiburger Bäckerschaft hatte einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt, den die Kinder nach Abschütteln an Neujahr plündern durften. Erst über hundertzwanzig Jahre später, 1539, gibt es wieder einen urkundlichen Beleg, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Die Zünfte und Vereine waren es schließlich, die ein immergrünes Bäumchen in die Zunfthäuser stellten. Die ersten Aufzeichnungen über den Christbaum als einen allgemein üblichen Gebrauch stammen aus dem Jahre 1605. Wieder ist es ein Elsässer, der die entscheidenden Zeilen festgehalten hat. Er schreibt: „Auff Weihnachten richtet man Dannenbäume zu Straßburg in den Stuben auf. Daran henket man Roßen auß vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold und Zucker". 1611 schmückte Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen.

Auch die nächste Nachricht über den Weihnachtsbaum stammt aus Straßburg und wird dem Theologen J. K. Dannhauser zugeschrieben. In dieser zwischen 1642 – 1646 verfassten Schrift ereifert sich der Genannte gegen den Brauch, in den Häusern Weihnachtsbäume aufzustellen. Er schreibt: „Unter anderen Lappalien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begehet, ist auch der Weihnachts- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben mit Puppen und Zucker behängt, und ihn hernach abschüttelt und abblühen (abräumen) lässt. Wo die Gewohnheit herkommt, weiß ich nicht; ist ein Kinderspiel ...“.

Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert werden die Nachrichten über den Weihnachtsbaum dann häufiger. Johann Heinrich Jung-Stilling, 1740 im Nassauischen geboren, scheint eine Erinnerung an seine Kindheit zu bringen, wenn er in seinem 1793 veröffentlichten „Heimweh“ von dem hell erleuchtenden Lebensbaum mit vergoldeten Nüssen, zu dem das Kind am Morgen des Christtages geführt wird, spricht. Das weitere Auftreten des Weihnachtsbaumes ist an den Namen Goethes geknüpft, der ihn auch in „Die Leiden des jungen Werther“ 1774 erstmals in die deutsche Literatur einführte: (Werther kommt am Sonntag vor Weihnachten zu Lotte und spricht von den Zeiten, da einen die unerwartete Öffnung der Türe und die Erscheinung eines „aufgeputzten Baumes“ mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln in paradiesisches Entzücken versetzte.) Schiller hat in seinen Werken zwar keine Weihnachtsszene geschildert, aber er liebte das Fest unter dem Baum. 1789 schrieb er an Lotte, dass er zu Weihnachten nach Weimar komme und meinte: „Ihr werdet mir hoffentlich einen grünen Baum im Zimmer aufrichten“. Im Jahre 1805 wurde der Weihnachtsbaum einem großen Leserkreis dadurch bekannt, dass ihn Hebel in seinen „Alemannischen Gedichten“ in dem Lied „Die Mutter am Christabend“ erwähnte. E.T.A. Hoffmanns Märchen „Nussknacker und Mausekönig“ vom Jahre 1816 ist das erste Berliner Literaturdenkmal, in dem der lichterglänzende, mit goldenen Äpfeln und Bonbons geschmückte Tannenbaum in der Mitte der Weihnachtsbescherung erscheint.

Da Tannenbäume in Mitteleuropa selten waren, konnten sich diese zunächst nur die begüterten Schichten leisten und die Stadtbevölkerung musste mit Zweigen und anfallendem Grün auskommen. Erst als ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Tannen- und Fichtenwälder angelegt wurden, konnte der städtische Bedarf gedeckt werden.
Die Kirche, der große Waldgebiete gehörten, schritt gegen das Plündern des Waldes zur Weihnachtszeit ein und billigte diesen "heidnischen" Brauch nicht. Mit der Zeit aber musste sie langsam ihren Widerstand gegen diesen Brauch aufgeben. Als die Reformatoren den Christbaum zum Weihnachtssymbol des 'rechtgläubigen' Protestanten erklärten und sich dadurch von der katholischen Sitte des Krippen-Aufstellens abgrenzten, trat der Christbaum seinen Siegeszug an. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts trat der Weihnachtsbaum auch in den katholischen Regionen Deutschlands und Österreich seinen Siegeszug an. Der erste Weihnachtsbaum in Wien wurde 1816 von Henriette von Nassau-Weilburg, der Gattin Erzherzog Karls, aufgestellt.
Es war ein friedvoller Eroberungszug, der den Christbaum im 19. Jahrhundert in die Welt trug. Er hat kaum 50 Jahre in Anspruch genommen, was eine Leistung darstellt, die auf dem Gebiete des Volksbrauches einzig dasteht. Folgende Marksteine dieser Entwicklung lassen sich heute noch erkennen:
Als sich die Königin Viktoria 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vermählte, kam der Weihnachtsbaum nach London. Auch die Niederlande, Russland, besonders Petersburg und Moskau, wo er allerdings nur in den höchsten Kreisen üblich war, und Italien verdanken ihren Weihnachtsbaum den Deutschen. 1870 führte die Herzogin Helene von Orleans den Weihnachtsbaum in die Tuilerien ein, später machte sich die Kaiserin Eugenie um seine Verbreitung verdient. Zwei Jahrzehnte später wurden in Paris bereits 35.000 Christbäume verkauft, wenngleich manche Franzosen die immer stärkere Ausbreitung des Christbaumes in Frankreich beklagten, da sie darin eine Annäherung an das Deutschtum erblickten. In Nordamerika gelangte der Christbaum durch deutsche Auswanderer und Matrosen. Alte US-Zeitungen berichten, Gustav Körner habe die typisch deutsche Sitte des beleuchteten und geschmückten Weihnachtsbaums in den USA eingeführt - und dies schon bald nach Ankunft im Bundesstaat Illinois zu seinem ersten Weihnachtsfest in den USA im Jahr 1833. In den USA wurden schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts Christbäume aus Eisen hergestellt. Diese Wunderwerke der Technik waren teilweise schon mit Gas beleuchtet. („Durch die hohlen Äste flutet das Gas und wo sonst Kerzen erstrahlen, zuckt aus schmaler Ritze die Gasflamme empor“.)

Quelle: wikipedia

 

SIRNI ZAGOVEZNI (Käsefastensonntag)
Sieben Wochen vor Ostern und eine Woche nach dem Fleischfastensonntag wird der Fastensonntag, bekannt auch als Käsefastensonntag, zelebriert
Bulgarien gedenkt Holocaust-Opfer
Bulgarien gedenkt Holocaust-Opfer
10.03.2019 07:00:00
Bulgarien begeht heute den Tag des Holocaust. An diesem Tag 1943 widersetzten sich der Plovdiver Metropolit Kiril und der Sofioter Exarch Stefan der Deportation von 67,000  bulgarischen Juden in die KZ-Lager.Der Tag des Holocaust wird in jedem Land entsprechend seiner nationalen Geschichte begangen.Auf dem Foto oben: Das Jüdische Denkmal der Dankbarkeit in Plovdiv
Bulgarien begeht den Internationalen Frauentag
Heute wird in Bulgarien der Internationale Frauentag begangen. Der kurz Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.In sozialistischen Zeiten galt der 8. März in Bulgarien als ein großes Fest nicht nur in der Familie, sondern auch am Arbeitsplatz. Später hieß es immer öfter, man dürfe die Frauen nicht nur an einem Tag im Jahr ehren und mit Blumen nach Hause kommen und der 8. März wurde ein bisschen als sozialistisches Überbleibsel einer falsch verstandenen Emanzipation abgestempelt. Heute feiert man den Weltfrauentag mit gemischten Gefühlen – für manche ist es immer noch ein Fest, für andere wiederum ein ganz normaler Tag.bnr.bg
MESNI SAGOVESNI (Fleischfastentag)
Mesni Sagovesni (bdt. Ftleischfastentag) - zelebriert 8 Wochen vor Ostern. Nach dem Tag der Allerseelen (Goljama Saduschniza) gestern, feiert heute die orthodoxe Kirche das Fest Mesni Sagovesni - den letzten Tag, an dem die Leute vor Ostern Fleisch essen dürfen, d.h. auf der Festtafel werden nur Fleischgerichte gestellt.In der Woche nach dem Mesni Sagovesni-Tag, d.h. die Woche vor dem SIRNI SAGOVESNI ( Käsefastensonntag) dürfen die Leute Milchprodukte essen: Käse, Butter und Eier. Das ist die letzte Woche, in der die jungen Leute zum Dorfplatz gehen und singen und den Horo (Reigentanz) tanzen können.
 3. Marz - der Nationalfeiertag von Bulgarien
Am 3. März begeht Bulgarien seinen Nationalfeiertag. An diesem Tag vor 131 Jahren wurde in San Stefano die bedingungslose Kapitulation des Osmanischen Reiches nach dem russisch-türkischen Krieg von 1877/78 unterzeichnet. Er war einer von vielen in der Geschichte der Beziehungen zwischen beiden Ländern – er brachte aber Bulgarien nach annähernd fünf Jahrhunderten türkischer Fremdherrschaft die ersehnte Freiheit und damit die Wiederherstellung des bulgarischen Staates.Festveranstaltungen anlässlich des diesjährigen Jubiläums fanden an allen Orten statt, die mit dem Befreiungskrieg in Verbindung stehen. An der Kranzniederlegung am Denkmal des unbekannten Soldaten in Sofia beteiligte sich Staatspräsident Georgi Parvanov. Am Denkmal auf dem vor 130 Jahren heiß umkämpften Schipka-Gipfel wurde mit einem Gedenkgottesdienst an die gefallenen Bulgaren und Soldaten aus Russland und Rumänien erinnert.
Heute ist der BABA MARTA TAG (der Marteniza Tag)
Wenn Sie Glück haben am 1. März in Bulgarien zu sein, werden Sie mit Sicherheit bemerken, dass jeder Mensch diese kleinen rot-weißen Fadenanhängseln auf sich hat.
Zum Internationalen Tag der Muttersprache: „Sein oder Nichtsein“ in 32 Sprachen zu hören
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ ist wohl das bekannteste Zitat aus Shakespeares Drama „Hamlet“. Diese Worte erklangen in 32 Sprachen in der Kleinen Basilika der südbulgarischen Stadt Plowdiw anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache, der am 21. Februar vermerkt wird.
Agra 2019 hat in Plovdiv begonnen
Agra 2019 hat in Plovdiv begonnen
20.02.2019 11:00:00
Vom 20. bis zum 24. Februar ist Plovdiv Gastgeber der internationalen Landwirtschaftsausstellung Agra 2019
146 Jahre seit der Hinrichtung des Freiheitskämpfers Wassil Lewski
Der größte Kämpfer für die Befreiung Bulgariens von der fünfhubdertjährigen türkischen Fremdherrschaft Wassil Lewski wurde am 19. Februar 1873 hingerichtet.
Wein und Liebe!
Wein und Liebe!
14.02.2019 09:00:00
Am 14. Februar (am 1. Febriar nach dem alten Kalender) wird in Bulgarien der Tag des Heiligen Trifon gefeiert. Es ist auch der Tag der Winzer. An diesem Tag werden nach alter Tradition die Weinreben rituell beschnitten. Das Fest markiert den nahenden Frühling und den Beginn der landwirtschaftlichen Tätigkeiten im neuen Jahr. Neuerdings wird der 14. Februar auch als Valentinstag gefeiert.