Denkmal vom Khan Krum in Plovdiv

Denkmal vom Khan Krum in Plovdiv

06.10.2005 10:02:03

In Plovdiv wird ein Denkmal des bulgarischen Khans Krum errichtet werden. Diese Idee gehцrt dem Bьrgermeister des Trakia-Wohnviertels Slavtscho Atanassov.

Khan Krum der Schreckliche war einer der grцЯten und weitsichtigsten Herrscher Bulgariens. Er kam auf den Thron 802/803 und grьndete eine neue Dynastie, die das Herrschergeschlecht Dulo von Khan Asparuch dem Grьnder ablцste. Schon im nдchsten Jahr begannen gemeinsame Aktionen mit Karl dem GroЯen zur Vernichtung des awarischen Khaganats in Pannonien. Sie waren erfolgreich und beide Staaten bekamen eine gemeinsame Grenze. Zu Bulgarien kamen die Gebiete des heutigen цstlichen Ungarn, Transsilvanien, bis zu den nцrdlichen Karpaten, der Banat, Moldawien, Bessarabien und im Osten verlief die Grenze bis zum Dnjestr-Fluss. Diese Erfolge Bulgariens beunruhigten Byzanz, das schwer nur die Slawen in seinen Grenzen davon abhalten konnte, unabhдngig zu werden. Ihr natьrlicher Verbьndeter war Bulgarien.

Kaiser Nikephorus I. kam ebenfalls im Jahre 802 auf den Thron. Er begann die Vorbereitung auf den bevorstehenden ZusammenstoЯ mit Khan Krum. Doch der „Barbar“ war schneller und seine Truppen zogen 808 entlang des Struma-Flusses im heutigen westlichen Bulgarien. Im nдchsten Jahr drang er erneut in den westlichen Teil der Halbinsel ein und eroberte die wichtigste Festung auf diesem Weg Serdica – das heutige Sofia. Die Stadt wurde zerstцrt und die 6 000 Mann starke Garnison vernichtet.

Der byzantinische Kaiser beschloss, mit der bulgarischen Gefahr im Norden fertig zu werden und unternahm im Mai 811 im Mai 811 einen Feldzug nach Bulgarien.

Die Grenze ьberquerte er bei der Festung Markeli, der heutigen bulgarischen Stadt Karnobat. Die Bulgaren konnten die Eindringlinge nicht abwehren und gaben ihre Hauptstadt Pliska auf. Krum bat sogar Frieden an: „Nun, du hast gewonnen. Also, nimm was Dir gefдllt und zieh im Frieden“, soll er, laut einer Chronik gesagt haben. Aber Nikephorus lehnte ab. Die Hauptstadt wurde geplьndert und niedergebrannt. Die Entscheidungsschlacht fand im Monat Juli in der Schlucht des Warbiza-Passes im цstlichen Balkangebirge statt. Die Armee des Nikephorus wurde vernichtet und er selbst getцtet.

Der Winter von 813/814 verlief in Bulgarien unter dem Zeichen der Vorbereitung eines Feldzuges zur Eroberung von Konstantinopel. Es waren 10 000 Ochsenwagen fьr den Transport der Waffen, der Belagerungsmaschinen und der Nahrungsmittel vorbereitet. Doch am 13. April 814 setzte ein Herzschlag dem Leben von Khan Krum, einem der weitsichtigsten bulgarischen Herrscher ein Ende.

Krum trat auch als Gesetzgeber auf und bestimmte drakonische Strafen fьr Diebstahl, Verleumdung und Trunksucht. In seinem Rechtssystem waren alle gleich vor dem Herrscher und dem Gesetz.