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Wende vom 10. November – 22 Jahre danach

Wende vom 10. November – 22 Jahre danach

10.11.2011 16:03:52

Am 10. November vor 22 Jahren verfolgte ganz Bulgarien gebannt die Nachrichten – auf einem Plenum des Zentralkomitees der Bulgarischen Kommunistischen Partei wurde Staats- und Regierungschef Todor Schiwkow seines Postens als Generalsekretär enthoben – 30 Jahre lang stand er an der Spitze des sozialistischen Bulgarien.

Mit der Wende in Bulgarien setzte eine stürmische politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung ein. Die Meinungsfreiheit hielt Einzug, den Menschen eröffneten sich ungemein viele Möglichkeiten. Mit den Jahren stellte sich aber heraus, dass sich nunmehr andere Schranken vor ihnen auftürmten.

Zu Beginn waren die Menschen euphorisch, angesichts der Tatsache, dass ihren Initiativen keine Grenzen mehr gesetzt wurden – vor allem der Handel begann zu florieren, das Warenangebot erhöhte sich ungemein, die Schlagen vor den Geschäften verschwanden. Supermärkte entstanden, in denen man sich wie im Westen fühlte – Luxuswaren begannen in den Schaufenstern zu glänzen, allerdings waren sie nur für reiche Kunden bestimmt. Und diese gab es plötzlich – die Menschen mussten sich an die Systemtransformation gewöhnen. Zu Beginn verschwanden die Buchgeschäft, da sie gewinnbringenderen Geschäften Platz machten, auch wenn die Hülle an Literatur berauschte. Die Buchhändler gingen auf die Straße und boten für alle Geschmäcker und Interessen etwas an. Bulgarien wurde auch zu einer Station international angesehener Stars, die hier Konzerte gaben. Doch wie alle Dinge, hatte auch die Wende eine Kehrseite.

Mit der neuen Gesellschaftsordnung zogen auch neue Ängste ein, die man vom Sozialismus her nicht kannte – Angst um den Arbeitsplatz, Angst vor Armut und Misere, kein Geld für medizinische Betreuung und und... Der Staat zog sich zurück, alles wurde privatisiert, zum größten Teil unter dem Tisch. Auch die Kriminalität nahm beängstigend zu. Existenzprobleme haben nunmehr ganze Institutionen, wie die Bulgarische Akademie der Wissenschaften. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass sich die Nostalgie nach dem Sozialismus breit machte. Die Menschen begriffen langsam, dass alles seinen Preis hat. Daher ruft der 10. November bei den Bulgaren gemischte Gefühle hervor – positive bei jenen, die die Wende nutzten, um Kapital anzulegen, und negative bei den Idealisten, die sich von der Wende ausgeraubt fühlen.

bnr.bg

Heute ist ATANASSOV DEN (der Tag des heiligen Athanassius)
Namenstag von allen mit den Namen Atanas, Atanaska, Nasso, Natscho, Nassja.
ANTONOVDEN (St. Antoniustag)
ANTONOVDEN (St. Antoniustag)
17.01.2019 09:00:00
Namenstag von allen mit dem Namen Anton, Antonia, Antoanneta, Andon, Doncho, Donka, Donna, Donni, Toni.
JUSHNIZI - VERISHNIZI FEST
JUSHNIZI - VERISHNIZI FEST
16.01.2019 09:00:00
Dieses Fest ist das erste von dem Komplex “ Antonovden - Atanassovden “ (im Zeitraum 16.-18.Januar) und ist eine Vorbereitung auf die nächsten zwei großen Feste.
St.TATIANATAG
St.TATIANATAG
12.01.2019 09:00:00
Namenstag von Tatiana oder Tanja
Plowdiw in Erwartung der Krone für die Europäische Kulturhauptstadt
Mit einem grandiosen Spektakel, an dem sich 1500 Artisten beteiligen werden, will Plowdiw am 12. Januar offiziell den Start für sein Programm als Europäische Kulturhauptstadt 2019 geben. In den kommenden Monaten wird die Stadt Gastgeber von mehr als 300 Projekten und 500 Events sein. Partner der antiken bulgarischen Stadt wird das italienische Matera sein, eine ebenso alte Stadt mit einer interessanten Architektur, in der Mel Gibson seinen Film „Die Passion Christi“ gedreht hat.
BABINDEN ( Omastag) – der Tag der alten Geburtshelferinnen
Bekannt ist die Sage über den ägyptischen König (Faraon), der den alten Frauen-Hebammen befahl, jeden neugeborenen judischen Jungen zu töten. Die alten Frauen jedoch taten das nicht, weil sie Angst vor Gotte hatten. Deshalb wurden sie von Ihm mit Gutem beschenkt.Babinden ist ein Feiertag, der die  alten Geburtshelferinnen, die früher trotz ihren jungen Jahren liebevoll „Omas“ genannt wurden, ehrt.  Das Fest hat drei Hauptrituale: Erstens-das Baden der kleinen Babys ( gewöhnlich tut das die alte Frau – die Geburtshelferin „die Baba “), mit vielen Segenssprüchen begleitet; zweitens - das rituelle Bestreichen der kleinen Kinder mit Honig und Butter, und drittens – das Beschenken der Baba mit Wolle und Ritualkringeln. Am Fest beteiligen sich alle jungen Frauen, denen die Baba  im vergangenen Jahr Geburtshilfe geleistet hat. Sie bringen Brot, Baniza (Blätterteigkuchen mit Käse), gebratenes Huhn und Wein mit. Sie waschen der alten Frau die Hände, beschenken sie mit  Hemden, Schürzen und Strümpfen. Das Fest endet mit dem so genannten “Wletschugane”-Ritual ( das Baden der alten Frau). Die Frauen bringen die alte Hebamme zum Fluss oder zum Brunnen und führen das  Zeremoniellbaden durch. Alle Frauen sind mit rotem Paprika und Wolle geschmückt. Dabei singen sie Lieder mit erotischen Motiven und tanzen. Zum Fest sind keine Männer zugelassen. Auf dem Weg zum Fluss necken die Frauen mit den Männern, die sie treffen. Dann baden sie die alte Frau und bringen sie in ihr Haus zurück.
Heute ist IVANOVDEN  (St. Johannestag)
Namenstag von allen mit den Namen Ivan, Vanjo, Vanja, Joan/Ioan, Joanna/Ioanna, Jonko/Jonka, Joto, Ivajlo, Ivo, Ivona, Kalojan, Jan/Jean, und Janna ( alle diesen Namen haben die Grundbedeutung "Gott ist Gnadig").
Heute ist BOGOJAVLENIE / JORDANOVDEN (Epiphania)
Namenstag von allen mit den Namen Jordan, Jordanka ( genannt nach dem Heiligen Fluß Jordan), Daniel, Daniela, Bojan, Bojana, Bogdan, Bogdana ( bedeutet Gottes Geschenk),Bogoljub/a und Bogomil (bedeutet dem Gotte lieb).
Der erste BG General, General Major Sava Mutkurov am heutigen Tag 1852 geboren
Sava Mutkurov war ein aktiver Teilnehmer an der Vereinigung (1885), am Serbisch-Bulgarischen Krieg (1885), war Regent und Militärminister. Sava Mutkurov war immer im Dienst seiner Heimat und seines Volkes.
Heute ist SILVESTROVDEN (St. Silvestertag)
Namenstag von allen mit dem Namen Silvia, Silvester, Goran, Goritsa (“Silva” bedeutet “Wald” auf Latein, und “Gora” bedeutet das selbe auf Bulgarisch).