Sitten&Namenstage

ATANASSOVDEN (St. Athanasiustag) – 18. Januar

Dieser Tag wird mit den Neu Jahr-Bräuchen verbunden. Im Volksglauben ist St.Athanassius als Herrscher von Schnee und Eis bekannt. Im Seidenhemd gekleidet reitet er auf einem Schimmel in die Berge und ruft aus: “ Winter, geh weg, Sommer, komm wieder! ” Deshalb ist dieses Fest auch als Mitte-Winter bekannt.
Ritualtafel: Hähnchen, rundes Brot mit Honig, Schweinefleisch mit Eibisch.
Am 18.Januar verehrt die orthodoxe Kirche St.Athanassius den Großen. Dieses Fest wird mit den Neu Jahr-Bräuchen verbunden. Im Volksglauben ist St.Athanassius der Herrscher von Schnee und Eis. Im Seidenhemd gekleidet reitet er auf einem Schimmel in die Berge und ruft aus: “ Winter, geh weg, Sommer, komm wieder! ” Deshalb ist dieses Fest auch als Mitte-Winter bekannt. Der St.Athanassiustag, wie der St.Antoniustag, wird als Tag der Schlosser, Schmiede, Messemacher und Hufschmiede gefeiert.
An diesem Tag backen die Frauen spezielles Sodabrot, das sie vielmals mit einer Gabel durchlöchern, damit die Kindergesichter von dem Pocken nicht durchlöchert werden.
Am Atanassovden müssen die Frauen spezielle Speisen kochen – Schwarzhuhn oder Henne, mit Reis zubereitet, und wird unter Nachbarn und Verwandten gegen Krankheiten verteilt. Die Federn werden behalten, gegen “ Teufelsaugen”. In einigen Regionen Bulgariens gehen ledige junge Männer und Frauen auf die Wiesen, hängen Schaukel, schaukeln und singen und tanzen Volkstänze.
Athanasios wurde in einer christlichen Familie groß. Als Kind erlebte er noch Christenverfolgungen, die ihn hart und unnachgiebig werden ließen. Er studierte, wurde 319 Diakon und begleitete 325 seinen Patriarchen Alexander von Alexandria, zum ersten Konzil der Kirche nach Nicäa. Hier erlebte er die Auseinandersetzungen mit dem Arianismus; der Kampf gegen diese Lehre wurde zu einem bestimmenden Moment seines Lebens, hierfür trägt er den ihm von Gregor von Natianz beigelegten Ehrennamen "Säule der Kirche" und er wurde zum Kirchenvater ernannt. Seine Gedanken waren wesentlich für die Ausformung der Lehre von der Inkarnation, der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, und bildeten die Grundlage zur Ausformulierung des "Athanassianischen Glaubensbekenntnisses.
Athanasios verfasste eine Fülle von Schriften. Von besonderer Bedeutung sind seine "Reden gegen die Arianer", "Die Geschichte der Arianer", "Die Apologie gegen die Arianer" sowie "Über die Dekrete der Synode von Nicäa". Seine um 370 geschriebene Biographie über "Das Leben des Heiligen Antonius" gilt als programmatischer Entwurf des Mönchtums und trug wesentlich zu dessen Verbreitung bei. Sein großer Einfluss auch auf die spätere Theologie drückt sich in Prädikaten wie "Säule der Kirche" und "Vater der Orthodoxie" aus.