Figuren in Plovdiv

Figuren in Plovdiv

Diese Sektion beinhaltet namhafte Vertreter der Kunst und der Kultur, Sportler und Politiker, Vertreter der Öffentlichkeit und Kirchenfunktionäre von der Vergangenheit her bis zur Gegenwart, die mit der Plovdiver Region verbunden sind – geboren in der Stadt oder in der Region, die ein Teil ihres Lebens hier verbrachten und jahrelang der Stadt ihre aktive Tätigkeit widmeten, oder unsere Stadt nur als “Plovdiver” rühmten. Einige sind große und bedeutende Figuren von nationaler historischer Bedeutung, andere sind Sportler, über deren Beitrag immer noch Diskussionen geführt werden, die Namen von allen jedoch sind mit dem Namen von Plovdiv verbunden. So eine große Galerie von Plovdiver Figuren wurde bis heute in keine Webseite gesammelt. Wir hoffen darauf, dass diese Galerie für alle, die sich für die Namen darin interessieren, nützlich wäre. Es sind noch viele andere Namen, die wir momentan noch nicht eingeschlossen haben.

Das Team von PlovdivGuide würde allen Lesern dankbar sein, die uns helfen möchten und uns Artikel (auf Bulgarisch) über Plovdiver Figuren zuschicken zwecks Einschließen in die Seite, möglicherweise mit Fotos im elektronischen Format. Es gibt so viele andere bekannte und nicht so bekannte Bulgaren, die ihre Spur in unserer Stadt hinterließen und die es verdienten, dass ihr Name erwähnt würde, nicht wahr? Wir erwarten Ihre konstruktiven und kritischen Bemerkungen, Vorschläge und allerlei Kommentare an unsere E-mail - Adresse: info@plovdivguide.com.

Die in den Artikeln eingeschlossene Information stammt aus verschiedenen Druck -und elektronischen Quellen (erwähnt in den Artikeln) und ist mit der freundlichen Unterstützung von dem Staatlichen Archiv, Plovdiv und der Ivan Wasov –Nationalbibliothek gesammelt.

Nonka Matova (geboren 1954)
Nonka Matova (geboren 1954)
01.01.2012 00:00:00
Nonka Matova ist am 20.Oktober 1954 in Plovdiv geboren. Meister des Sports. Vielmal Balkan -und Republikrekordhalter in SportschieЯen. Sie gewann den Preis fьr den besten Pistolenschьtzen auf den Balkanen, sowie auch als der genaueste Schьtze der Welt – 1985.\r\nSie nahm  an mehreren nacheinander folgenden Olympischen Spielen teil: Montreal 1976, Moskau 1980, Moskauer Spielen des Guten Willens 1984 (analog den Olympischen Spielen in Los Angeles, 1984), Seoul 1988, Barcelona 1992, Atlanta 1996, Sidney 2000.\r\nNonka Matova ist Olympischer Vizechampion von Barcelona 1992, Champion von Moskau 1984; 28 mal Europдischer Champion, zwei Goldmedaillen im Wettbewerb fьr Mдnner – Lvov, UdSSR,1979; Champion im Mдnner-Wettbewerb von der UdSSR-Spartakiade, 1979.\r\n 
Naiden Todorov (geboren 1974)
Naiden Todorov (geboren 1974)
01.01.2012 00:00:00
Naiden Todorov ist 1974 in Plovdiv geboren. Seinen ersten Klavierunterricht hatte er mit 5 Jahren, und mit 16 leitete er sein erstes Konzert als Dirigent. 1993 absolvierte er summa cum laude die Dobrin Petkov- Oberschule fьr Musik in Plovdiv, Fach Trompete, Klavier, Dirigieren und Komponieren.Im gleichen Jahr, 1993, begann er sein Studium, Fach Dirigieren, bei Professor Uros Lajivic an der Musikuniversitдt in Wien. Er ist Trдger zahlreicher Musikpreise von verschiedenen musikalischen Wettbewerben:  Svetoslav Obretenov-Nationalwettbewerb, Wettbewerb fьr tschechische Musik, der Spezialpreis des Slowakischen Musikfonds, Borghese Stiftung-Preis, Zdravko Manolov-Preis u.v.a.\r\nEr dirigierte viele Orchester in Europa, Asien und Amerika. Seit 2000 ist Naiden Todorov Musikalischer Direktor des Plovdiver Oper -und Philharmonievereins. Er ist auch musikalischer Direktor des populдren Internationalen Thrakischen Sommermusikfestivals.
Dimitar Kirov (1935-2008)
Dimitar Kirov (1935-2008)
01.01.2012 00:00:00
Dimitar Kirov, Dikiro genannt, ist  am 20.Mai 1935 in Istanbul in der Tьrkei geboren. 1959 absolviert er in Sofia die Kunstakademie, in der Klasse von Professor Hristo Stefanov. Er lebt und arbeitet in Plovdiv. Trдger zahlreicher Kunstpreise. Er ist einer  der Gruppe von Malern (Georgi Bozhilov, Joan Leviev, Hristo Stefanov und Entscho Pironkov), die die so genannte * Plovdiver Schule in der bulgarischen bildenden Kunst aus den 60ger Jahren* reprдsentiert.
Hristo G. Danov (1828 -1911)
Hristo G. Danov (1828 -1911)
01.01.2012 00:00:00
Lehrer, Schriftsteller, Grьnder des organisierten Verlagswesens in Bulgarien; Mitglied des Bulgarischen Literaturvereins (heute die Bulgarische Akademie der Wissenschaften ). In der Zeitspanne 1854-56, als er Lehrer an der St. Kiril und Metodij - Diцzesesklassenschule war, verцffentlichte er sein erstes Buch " Staroplanintsche " (kommt vom Stara Planina - Gebirge) - Kalender fьr Schaltjahr 1856". \r\n1857 grьndet er in Plovdiv ( zusammen mit dem Lehrer J.Truvtschev und dem Buchbinder  N. Bojadshijski, spдter in Zusammenarbeit mit J.Gruev) die “Gesellschaftliche Buchbinderei”, die sich in Buchhandlung und Verlag verwandelt; seit 1862 arbeitet er unter dem Firmennamen “ Hr.G.Danov u.& - Verlag “, mit Zweigniederlassungen in Russe und Veles (1867), Sofia und Lom (1880). Er druckt vorwiegend Lehrbьcher und Lehrwerke, verцffentlicht die ersten geographischen Wandlandkarten. Wenn auch  beschrдnkt, verlegt er einzelne Werke von altgriechischen, russischen und westeuropдischen Klassiker – Eiripid, Tourgenev, Mopassan, Jouls Vernes.\r\nIn dieser Periode verцffentlicht H.G.Danov seine eigene Zeitschrift “ Letostruij oder Hauskalender” (1869-1876). 1874 (zusammen mit dem Kaufmann J.Kovatschev) rьstet er in Wien eine bulgarische Drьckerei aus, die 1878 nach Plovdiv umgezogen wurde, als auf der Initiative von T.Burmov, Vizegouverneur der Stadt und mit der finanziellen Unterstьtzung der Vorlдufigen Russischen Regierung, fдngt Hristo G.Danov an, die erste gesamtbulgarische Zeitung “Mariza” zu verцffentlichen (1878-1885).Hristo G.Danov war ein aktiver Teilnehmer am цffentlichen Leben. Er war Bьrgermeister von Plovdiv (1896-1899); eine seiner bedeutendsten Taten war das Aufforsten der Stadthьgel  Bunardshika und Sachat Tepe. Er ist im Hof der Heiligen Mutter Gottes-Kirche in der Altstadt begraben.\r\nDas Danov- Hausmuseum  in der Altstadt befindet sich in unmittelbarer Nдhe dieser Kirche. Das Haus wurde in der Mitte 19.Jhs. gebaut. Ihr Steinfundament ist auf einen massiven Felsen errichtet, woher sich eine einmalige Aussicht auf die Stadt цffnet. In diesem Haus lebte fьr eine Weile der russische Knjas Alexej Nikolaevitsch Zeretelev, dessen Name eng mit den dramatischsten Momenten der bulgarischen Geschichte verbunden ist – der Aprilaufstand 1876, der Russisch-Tьrkische Befreiungskrieg 1877-79, und die Organisation des neubefreiten bulgarischen Staates. Gegenwдrtig gibt es  im Danov-Haus eine spezielle Ausstellung, die dem bulgarischen Verlagwesen gewidmet ist.\r\n 
Kapitдn Alexander Bourago ( spдter Oberst ) (etwa 1853-1883)
Militдrfunktionдr. Absolviert die Nikolaevsko - Militдrkavallerieschule in St.Petersburg. Er ist der Schwadronsfьhrer der russischen Befreiungstruppen, der in der Nacht auf den 4.Januar 1878 ьber eine Furt ьber den Mariza -Fluss marschiert und als erster in Plovdiv eintritt. Die abziehenden tьrkischen Truppen waren schon dabei, in verschiedenen Stadtvierteln Hдuser und Lдden in Brand zu setzen; das unerwartete Auftauchen der russischen Dragonen verhinderte das angeordnete vollstдndige Niederbrennen der Stadt.\r\nЬber diesen Angriff gibt es eine interessante Erzдhlung: Kapitдn Bourago, mit seinem Schwadron gerade von einer Aufklдrungsmission zurьckgekommen, erstattete General Kridener Bericht ьber die erfolgsreich erfьllte Aufgabe, wobei er seinen Bericht mit einer Frage beendete: * Sollen wir etwas Anderes tun? * Zufrieden scherzte der General: * Nehmt Plovdiv ein! *  Nur nach  einigen Minuten ritten die Soldaten, schneenass und erfroren, nach ihrem Fьhrer zur Stadt – vor dem verblьfften Blick  von Kridener.\r\n1884 erschien in der Plovdiver Presse eine kurze Anzeige:*Oberst Alexander Bourago ist mit 30 Jahren auf der Insel Madejra gestorben* Beigesetzt in Sankt Petersburg. Zu Ehren des tapferen russischen Soldaten, wurde am 3.Mдrz 1969 im alten Stadtgarten (Dondukov Garten) neben dem Naturwissenschaftlichen Museum in Plovdiv ein Ehrenmal von Kapitдn Bourago erцffnet.\r\nFьr mehr Informarion ьber Kapitдn Bourago gehe zu:PlovdivGuide, Ehrung des Jahrestages von der Befreiung Plovdivs.\r\n 
Vater Josaphat Schischkov, (1884 - 1952)
Josaphat Schischkov ist am 9.Februar 1884 in Plovdiv, in einer katholischen Familie geboren. 1900 wurde er Novize in der Tьrkei und nahm den Namen Josaphat an. Er studierte Philosophie und Theologie in Belgien. 1909 wurde er zu katholischem Priester geweiht. 1948, als alle auslдndischen Priester von Bulgarien hinausgejagt wurden, wurde Vater Josaphat als Gemeindepriester in Warna eingestellt.Er wurde im Dezember 1951 verhaftet,  wegen katholischer Verschwцrung gegen die Staatssicherheit angeklagt und am 11.November 1952 mit 12 weiteren katholoschen Priestern in Sofia erschossen.\r\n Bei seinem Besuch im Mai 2002 in Plovdiv beatifizierte (Erklдrung fьr selig) Papst Joan Paul II. drei bulgarische Priester - Kamen Witschev (geboren 1893), Pavel Dzhidzhov (geboren 1919) und Josaphat Schischkov (geboren1884), 1952 von den Kommunisten hingerichtet. Das Pontifikalamt verwirklichte am 26.Mai 2002 ihre Beatifizierung.
Hristo Hristov (11. April 1926 - 17. April 2007)
Hristo Hristov ist unter den namhaftesten Filmregisseuren und Drehbuchautoren im bulgarischen Kino. Er ist am 11.April 1926 in Plovdiv geboren, und nach der Absolvierung der Plovdiver Medizinischen Universität (1952) studierte der junge Doktor am Institut für Kino und Theater in Sofia, an dem er 1959 graduierte. Sein erster Film „Der Ikonostas“ (1969) erschien nach einer Dekade von Projekten, Operaufführungen, nationalen Preisen für Theaterregie und einer Spezialisierung bei Michail Rom in den MosFilm – Studien in Moskau. Sein Film “Der letzte Sommer” (1973) gewann den Preis für ausländischen Film in Atlanta, USA (1974), sowie den speziellen Juripreis am Festival des Jungen Europäischen Kinos in Toulon, Frankreich (1975). Der Film „Wurzelloser Baum“ gewann den ersten Preis am Filmfestival in Varna (1974). Hristo Hristov war Vorsitzende des Kinoausschusses zum Nationalfilmzentrum (1995-1999) und Professor am Nationalinstitut für Kino und Theater, Sofia. Als einer der meistgeehrten bulgarischen Filmregisseure ist Hristo Hristov der erste Bulgare, der für Mitglied der Europäischen Filmakademie gewählt worden ist.  
Georgi Atanassov, Maestro (1882 - 1931)
Maestro Georgi Atanassov ist 1882 in Plovdiv geboren.\r\nDirigent, Komponist, Pionier der Bulgarischen Oper. Er absolvierte als Student von Pietro Mascani am Rossini College in Pesaro, Italien, als “ Maestro di Musica “.\r\nDirigent des Gardeorchesters ( das erste bulgarische Simphonieorchester ) in Sofia.. Autor der Opern  “Gergana” (1917), “ Tzveta “ (1929), “ Kossara “ (1926) und “Altzek “ (1930).
THEODOSII SPASSOV (geboren 1961)
Der bulgarische Komponist und Kavalspieler Theodosii Spassov wurde 1961 geboren. In seinen musikalischen Kompositionen vermischt er die Traditionen der Folklore mit den neuesten Entwicklungen anderer Musikgenre von Jazz bis Klassik. \r\nAls Schьler von Veselin Nikolov machte er Anfang der 80er von sich reden mit der legendдren Gruppe "Jazz Linia" (aus Plovdiv) in Verbindung von Jazz und bulgarischen Folklore. Bereits damals kam sein virtuoses folkloristischen Kaval-Spiel in den Vordergrund. \r\nEs folgten verschiedene Projekte. Er spielt sowohl mit bulgarischen Folklore Gruppen und Musiker wie Trio Bulgarka und "Le mystиre des voix bulgares", als auch mit Jazz Musiker wie Veselin Nikolov, Milcho Leviev, Simeon Shterev etc. \r\nSpassov realisierte auch mehrere Aufnahmen und Projekte in seiner einzig und- eigenartigen Kaval-Fusion-Richtung. "Welkya" (GEGA) ist sein erstes groЯes Projekt, realisiert mit der groЯen bulgarischen Volkssдngerin Yanka Rupkina von dem Trio Bulgarka - eine gelungene Mischung zwischen Folklore und Jazz. \r\n"Beyond The Fronties" ist eine Sammlung verschiedener Aufnahmen als Filmmusik. Spassov komponierte und produzierte Musik fьr einige Filme ("Die Grenze" / "Brenn, Feuer, brenn"). Auf Einladung zweier italienischer Komponisten - Carlo Siliotto und Ennio Morricone nahm er fьr ihre letzten Filme „An Italian Story“ und „The Breakout of the Innocent“ Musik auf. Neben seinen Auftritten schrieb er in den letzten Jahren auch Musik fьr Symphonieorchester und Kaval. \r\nSeit 1996 spielt er zusammen mit Anatoly Vapirov und Stoyan Yankoulov in dem Fairy Tale Trio mit den er zwei Produktionen realisierte. \r\n1998 realisierte er "Bratimene", eine Sammlung – Aufnahmen aus 15 Jahren u.a. mit Nikolov, Vapirov, Leviev, Shterev, Ibrahimova, Yankoulov, Videv etc. \r\n1997/1998 war er an dem Projekt /CD von Trilok Gurtu "The Glimpse" beteiligt. \r\n1999 realisierte er ein neues Projekt - das Trio mit dem libanesischen Oudspieler Rabih Abou-Khalil und dem amerikanischen Percussionisten Glen Velez. \r\n2000 - Aufnahmen mit Dave Liebmann.\r\nMehr Info ьber Theodosii Spassov: \r\nhttp://theodosii.com/th/homeie.php http://www.bulgariancds.com/cgi-bin/p.cgi/teodosi-spasov-otvyd-granicata.htmhttp://www.banskojazz.com/participants/tspasov.html\r\n 
Zvetana Maneva (geboren 1944)
Zvetana Maneva (geboren 1944)
01.01.2012 00:00:00
Zvetana Georgieva Maneva, geboren am 30.01.1944 in Plovdiv. Hier beginnt auch ihre schцpferische Karriere. Heute nennen sie die meisten Bulgaren die Intellektuelle im Kino und Theater. Die groЯe bulgarische Schauspielerin macht ihr Debьt auf der Leinwand vor mehr als 3 Jahrzehnten. Die spielte allermцglichsten Rollen. Egal aber, in welche Rolle sie sich verkцrperte, setzte sie ihre behaltene Marke  durch – die Rolle einer stolzen, unbeugsamen, klugen Frau, die immer mit Ehre aus allermцglichsten  verwickelten Situationen herauskommt.\r\nIhre Worte:“Ich bin kein Anhдnger der These. Das hдngt nicht von mir ab. Doch, es hдngt ab! Von uns allen! Von absolut allen! Der Staat – das sind wir alle!!!”Und:“Wir, die Bulgaren, haben das Talent, Feste zu machen,  sie zu ehren, und auch daran teilzunehmen… Ich glaube aber, dass unser grцЯtes Problem offen bleibt … wie wir mit den Werktagen fertig werden... Ьberleben bedeutet Stehenbleiben... Leben ist kein physikalisches, sondern ein geistiges Problem ...“