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Heute ist ENJOWDEN  (Johannistag)

Heute ist ENJOWDEN (Johannistag)

24.06.2018 09:00:00
Im bulgarischen Folklorekalender ist Johannistag ebenso wichtig, wie Weihnachten, Ostern und Georgstag. Der Johannistag am 24. Juni wird am Geburtstag von Johannes dem Täufer begangen. Im astronomischen Kalender ist es der Tag der sommerlichen Tag- und Nacht-Gleiche.

Dem bulgarischen Volksglauben nach ist der 24. Juni der Tag, an dem die Sonne ihren weitesten Weg zum Sommer zurückgelegt hat. Zu diesem Zeitpunkt würde sie eine Pause einlegen, um sich zu erholen, bevor sie wieder zurück zu ihrem Winterquartier zieht. Aus diesem Grund ginge die Sonne am Johannistag so zeitig auf. Wer zeitig genug aufstehe, um den Sonnenaufgang zu bewundern, könne beobachten, wie die Sonne schwankt, mit zwei Schwertern in der Hand spielt und sich drei Mal im Kreis dreht. Sie schüttelt sich die Tropfen Tau vom Haar, die auf die Erde fallen. Aus diesem Grund betrachtet man den Tau an diesem Tag als besonders gesundheitsspendend. Die Sonne, das Wasser und die Pflanzen sind die drei Kultelemente, die bei verschiedenen Zeremonien am Johannistag gewürdigt werden.

In Südwestbulgarien war es üblich, dass am Johannistag Wallnusszweige und Lavendelblätter gepflückt und nach Hause gebracht werden. Damit schmückte man die Haustür. Nussbaumlaub, Lavendel, Laubkraut und viele andere wildwachsende Gräser und Sträucher haben am Johannistag eine besondere Heilkraft und werden deshalb an diesem Tag gepflückt. Dem Volksglauben nach haben die Pflanzen nur am Johannistag die magische Heilkraft, die gleich am nächsten Tag verloren geht. Am Johannistag haben früher die Mädchen aus den Kräutern und Sträuchern große Kränze gewunden, durch die alle Dorfbewohner kriechen mussten, um gesund und vital zu bleiben. Die Mädchen flechten auch kleine Kränze und banden sie an ihre Ringe an. Ähnlich, wie an anderen Volksfesten im Jahr deuteten sie mit Ring und Blumen ihre Zukunft.

Am Johannistag pflegen die Menschen im äußersten Südosten Bulgariens andere Bräuche. Im Strandscha-Gebirge arbeitete man am Vortag auf dem Feld und die Feier zum Johannistag begann bereits nach der Feldarbeit am Vorabend. Die Mädchen suchten eine unter ihnen aus, die lebende Eltern hat. Dieses ausgewählte Mädchen musste zum Brunnen gehen, um Wasser zu holen. Ihre Freundinnen folgten ihr schweigend. Deswegen heißt das Wasser im Brunnen auch Schweigewasser. In dieses wasser kam dann jeder einzelner Blumenstrauß der Mädchen. Anschließend musste man das Gefäß mit den Blumenkränzen unter einen Baum stellen und die Mädchen gingen nach Hause. Am nächsten Morgen, dem Johannistag also, standen sie früh auf, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Dann gingen sie zum Baum und holten die Blumenkränze aus dem Wasser. Wenn der Kranz in gutem Zustand und frisch war, bedeutete dies Gesundheit und Wohlergehen für das Mädchen. Sollten die Blumen jedoch verwelkt sein, so war das ein schlechtes Omen. Darauf gingen die Mädchen, Kräuter sammeln. Mit einer aus den Kräutern gekochten Flüssigkeit haben sie ihre Haare gewaschen, damit sie hübsch und stark werden.

Unter unterschiedlichen Bezeichnungen, jedoch auf ähnliche Art und Weise findet in verschiedenen Teilen Bulgariens auch ein weiterer Mädchenbrauch statt. Symbolisch wird eine Braut für den Hl. Johannes gewählt, die für ihn zwischen dem irdischen Leben und den Menschen vermittelt. Angenommen wird, dass sie in seinem Namen Prophezeiungen über eine gute oder schlechte Ernte, für Gesundheit oder Krankheiten, über das schöne Wetter oder Naturkatastrophen im Sommer macht. Das war auch das letzte Mädchenritual im Jahr, mit dem die jungen Mädchen ihren Übergang vom Kindesalter zum Erwachsenen feierten. Ein ähnlicher Brauch fand früher in der Umgebung von Plowdiw, in Südbulgarien, statt. Am 24. Juni kam aus jedem Haus im Dorf ein Mädchen, das mit seinen Freundinnen eine Gruppe bildete. Sie zogen durch die Häuser und sangen. Die jungen Frauen hatten ein etwa 7jähriges Mädchen mit sich, das wie eine Braut gekleidet war. Die Volkslieder, die die Mädchen gesungen haben, berichteten meistens von der Schönheit der Auserwählten. Nachdem die Mädchen alle Häuser und den Kirchhof besucht hatten, zogen sie auf eine Wiese. Dort wurde dann der Reigen getanzt, der für Johannistag typisch ist. Am Abend versammelten sich die Mädchen bei der Braut zusammen. Es hieß, ein Mädchen muss drei Jahre hintereinander die Auserwählte sein, um stets gesund zu bleiben. Der geschlossene Kreis beim Reigen am Johannistag wird als ein symbolisches Zeichen für die Sonne angesehen.

In der wissenschaftlichen Dokumentation ist der Johannistag relativ spät erschienen – erst im 19. Jh. Zahlreiche Elemente und Bräuche werden als Überbleibsel eines älteren Kults betrachtet, der der Sonne galt. Durch ihre ständige Evolution wurden alte Bräuche oft an der Kultur der Menschen angepasst. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die alten Traditionen und Gefühlswelt der alten Bauernfamilien mit typisch städtischen Details aus späterer Zeit zusammenflossen.

Namenstag von allen mit den Namen Enyo, Janko, Janka, Jana.

BABINDEN ( Omastag) – der Tag der alten Geburtshelferinnen
Bekannt ist die Sage über den ägyptischen König (Faraon), der den alten Frauen-Hebammen befahl, jeden neugeborenen judischen Jungen zu töten. Die alten Frauen jedoch taten das nicht, weil sie Angst vor Gotte hatten. Deshalb wurden sie von Ihm mit Gutem beschenkt.Babinden ist ein Feiertag, der die  alten Geburtshelferinnen, die früher trotz ihren jungen Jahren liebevoll „Omas“ genannt wurden, ehrt.  Das Fest hat drei Hauptrituale: Erstens-das Baden der kleinen Babys ( gewöhnlich tut das die alte Frau – die Geburtshelferin „die Baba “), mit vielen Segenssprüchen begleitet; zweitens - das rituelle Bestreichen der kleinen Kinder mit Honig und Butter, und drittens – das Beschenken der Baba mit Wolle und Ritualkringeln. Am Fest beteiligen sich alle jungen Frauen, denen die Baba  im vergangenen Jahr Geburtshilfe geleistet hat. Sie bringen Brot, Baniza (Blätterteigkuchen mit Käse), gebratenes Huhn und Wein mit. Sie waschen der alten Frau die Hände, beschenken sie mit  Hemden, Schürzen und Strümpfen. Das Fest endet mit dem so genannten “Wletschugane”-Ritual ( das Baden der alten Frau). Die Frauen bringen die alte Hebamme zum Fluss oder zum Brunnen und führen das  Zeremoniellbaden durch. Alle Frauen sind mit rotem Paprika und Wolle geschmückt. Dabei singen sie Lieder mit erotischen Motiven und tanzen. Zum Fest sind keine Männer zugelassen. Auf dem Weg zum Fluss necken die Frauen mit den Männern, die sie treffen. Dann baden sie die alte Frau und bringen sie in ihr Haus zurück.
Heute ist IVANOVDEN  (St. Johannestag)
Namenstag von allen mit den Namen Ivan, Vanjo, Vanja, Joan/Ioan, Joanna/Ioanna, Jonko/Jonka, Joto, Ivajlo, Ivo, Ivona, Kalojan, Jan/Jean, und Janna ( alle diesen Namen haben die Grundbedeutung "Gott ist Gnadig").
Heute ist BOGOJAVLENIE / JORDANOVDEN (Epiphania)
Namenstag von allen mit den Namen Jordan, Jordanka ( genannt nach dem Heiligen Fluß Jordan), Daniel, Daniela, Bojan, Bojana, Bogdan, Bogdana ( bedeutet Gottes Geschenk),Bogoljub/a und Bogomil (bedeutet dem Gotte lieb).
Der erste BG General, General Major Sava Mutkurov am heutigen Tag 1852 geboren
Sava Mutkurov war ein aktiver Teilnehmer an der Vereinigung (1885), am Serbisch-Bulgarischen Krieg (1885), war Regent und Militärminister. Sava Mutkurov war immer im Dienst seiner Heimat und seines Volkes.
Heute ist SILVESTROVDEN (St. Silvestertag)
Namenstag von allen mit dem Namen Silvia, Silvester, Goran, Goritsa (“Silva” bedeutet “Wald” auf Latein, und “Gora” bedeutet das selbe auf Bulgarisch).
Heute ist VASSILJOVDEN (St. Vasilij / Basil, der Große)
Am 1.Januar zelebriert die Ostorthodoxe Kirche St.Vassilij den Großen ( im griechischen Kalender St.Basil), der um 330-379 lebte.
Glückliches Neujahr!
Glückliches Neujahr!
01.01.2019 01:00:00
Wir wünschen Ihnen ein sehr frohes und glückliches Jahr 2019 !
Mehr über Neujahr
Mehr über Neujahr
30.12.2018 11:00:00
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STEFANOVDEN (St. Stephen oder Stefanstag)
Namenstag von allen mit den Namen  Stefan, Stefanka ( Stephan bedeutet “die Krone”), Stoil, Stojo, Stojka, Stojcho, Stoimen, Stoichko, Stojan, Stojanka, Stanka, Tanja, Tanjo, Tsonko/a, Tsanko/a, Stanimir/a, Stamen, Zaprjan/a; Ventsislav/a (auch Dez. 30.).\r\nDer dritte Weihnachtstag ist Stefanovden (Stephanstag). Allen, die Namenstag an Weihnachten haben, schenkte man weiЯe Leinentьcher und man tanzte Reigentдnze fьr sie. Sie tanzen den letzten rituellen Reigentanz “buenek”.\r\nNach den Volkslegenden glaubte man , vergesse man an Weihnachten, das ausgeliehene Salz zurьckzugeben, werde man Augenschmerzen haben. Hцrte man an Weihnachten einen Rausch am Ohr, so bedeutete es, dass ein Schutzengel vorbei gekommen ist. Deshalb musste man sich drei Mal bekreuzigen und sich etwas wьnschen.\r\nMehr Info-hier
WEIHNACHTEN GEBURT CHRISTI – 25. Dezember
Namenstag für: Hristo, Hristina, Christina, Kolio, Bojin, Radostin, Radomir, Mladen.Ritualtafel: Sülze, Schweinebraten, frisch gebackenes Brot, Blätterteigkuchen mit Fleisch, Milchblätterteigkuchen, gebratene Leber, Dörrfleisch mit Sauerkraut, gebratenes Huhn.Das Weihnachtsfest  oder Große Weihnachten dauerte drei Tage lang. Früher ging man am Morgen in die Kirche und anschließend versammelten sich alle auf dem Dorfplatz, wo die Ritualbrötchen der unverheirateten Mädchen ersteigert wurden. Es war eine Frage der Ehre für jeden Junggesellen, das Brötchen seiner Auserwählten zu ersteigern, egal, was es ihm kostete. Man glaubte, vergesse man an Weihnachten, das ausgeliehene Salz zurückzugeben, werde man Augenschmerzen haben. Hörte man an Weihnachten einen Rausch am Ohr, so bedeutete es, dass ein Schutzengel vorbei gekommen ist. Deshalb musste man sich drei Mal bekreuzigen und sich etwas wünschen. An Weihnachten durften die Kinder mit dem Feuer nicht spielen, sonst würden sie sich nachts einnässen. Nach der langen Fastenzeit aß man am Mittag, nach der Messe in der Kirche, zum ersten Mal Fleisch. Am ersten Weihnachtstag bereitete man Schweinebraten vor. Das Weihnachtsfest ist eine eigenartige Fortsetzung des Heiligen Abends, weil es noch um Mitternacht beginnt – mit dem Brauch “ Koleduvane”. Teilnehmer daran sind nur Männer – Junggesellen, Verlobten und jung verheiratete Männer. Alle tragen jedoch einen Gesamtnamen, der in den verschiedenen Mundarten in verschiedener Form ist – Koledari, Koladnizi, Koledare, Kolednizi u.s.w. Die Vorbereitung der Weihnachtsburschen beginnt noch während der Fastenzeit. Sie versammeln sich bereits am Ignatiustag (Ignazhden) im Haus des Anführers, der verheiratet sein musste. Er kennt außerdem alle Bräuche und Traditionen des Dorfes. Die Koledari singen zu zweit. Die Gruppe der Weihnachtsburschen (10-15 Mann) teilt sich in vier Paare. Außerdem gehören dazu zwei jüngere Burschen, die die geschenkten Ritualbrötchen zu tragen haben. Beim Umzug durch die Häuser lernen sie die Bräuche und die Lieder.Die Koledari tragen Volkstrachten mit speziell verzierten Hüten. Sie gehen die ganze Nacht von Haus zu Haus und singen spezielle Rituallieder. In jedem Haus singen die Koledari spezielle Lieder für den Familienvater, die Hausherrin und jedes Familienmitglied. Das Lied ist eine Art Segensspruch für die ganze Familie und beginnt mit folgenden Worten:„Steh auf, Hausherr, steh auf, denn gute Gäste stehen vor der Haustür, gute Gäste, Koledari, sie bringen gute Nachrichten und Segen …”Nach dem Lied sagt der Anführer der Gruppe  den Segensspruch: “  Vom Herr – viel Gesundheit, von uns – viel Freude!”Die Koledari werden mit Geld, Fleisch, Bohnen, Wein u.a. beschenkt. Der Koleduvane - Brauch endet mit Reigentänzen am Dorfplatz.